Hamburg – Musikhalle
Von Amsterdam am frühen Morgen ab nach Hamburg – gegen 14:00 Uhr kamen wir an, perfekter Parkplatz beim Venue, schönes Wetter, die Frisur saß
.
Bei der Musikhalle trafen wir zuerst lotterosa vom toriforum.de und kurz darauf Giovanni, der es zum Glück geschafft hatte, sich die Zeit freizuschaufeln für das Konzert – was bei seinem Job als Berufssoldat alles andere als leicht war – selbst in Hamburg war er noch in Bereitschaft – aber es rief zum Glück niemand an. War klasse Giovanni wieder zu sehen, auf der letzten Tour war er ja bei einigen Konzerten mehr
. Neben dem Venue war diesmal direkt die Catering-Küche “angedockt“. Der Koch ließ sich allerdings nicht gerne fotografieren, aber als er mal nicht da war, machten Christoph und ich ein paar Bilder davon.
Sah schon interessant aus
.
Die Zeit verging wie im Fluge, so nach und nach tauchten immer mehr bekannte Gesichter auf, sehr viele vom toriforum.de
. Ab und zu sah man Bühnenarbeiter verschiedene Musikinstrumente aus dem Venue rausrollen – von großen Pauken bis hin zur Konzertharfe – sieht man ein bisserl auf den Bildern in der Galerie.
Schließlich, gegen 17:00 Uhr, fand das Meet´n´Greet (M&G) statt, relativ spät aber das Wetter hatte gehalten. Tori hatte ihre “Katja Ebstein“-Perücke auf und sah wieder einmal bezaubernd aus ! Das M&G war sehr angenehm und Tori nahm sich für jede(n) genügend Zeit, was man an den lächelnden Gesichtern der Anwesenden direkt nachvollziehen konnte. Ich fragte Tori nach “Raspberry Swirl“ für Nürnberg und genoß das kurze Gespräch mit ihr. Nach dem M&G ging´s erstmal was zum Essen suchen, ich war h u n g r i g ! Unser Weg führte uns in ein nahe gelegenes, sehr angenehmes Restaurant. Vollgefressen ging´s irgendwann zurück zum Venue und bald stand der Einlaß an..
Das Konzert
Die Musikhalle sah super aus innen und ich hatte auch noch einen Platz in der 2. Reihe Mitte – die 1. Reihe war ja reserviert und wurde oft auf Anfrage bei Smitty an glückliche Menschen vergeben. Neben mir saß Eva, die es zum Glück auch nicht störte, daß ich ein wenig mehr “aktiv“ war als viele im Venue
. Es war ca. 20:00 Uhr als der famose Support-Act Seth Lakeman auf die Bühne kam. Der Auftritt von Seth war wie immer richtig rockig und für mich eine sehr willkommene Gelegenheit zum “aufwärmen“
.
Der Auftritt von Tori – diesmal als Santa in einem sehr interessanten Kleid, war klasse ! Alleine schon wegen Dragon, Siren und Space Dog. Bei den Zugaben ging ich bei “Precious Things” dermaßen mit dem Rhythmus, mit der Musik mit, daß ich meine Uhr schrottete. Naja, nicht wirklich kaputt, aber das Armband löste sich beim auf den Bühnenboden trommeln – ich steckte die Uhr ein und trommelte weiter in dem Moment
. Lustig war auch, als Tori nach dem Kostümwechsel rauskam und die Lichter zu früh angingen, wobei sie noch am Kaugummi kauen war
. Darauf hin sang sie eine relativ lange Improvisation mit dem Grundthema “The lights came on. Alles klar. Now you know my secret.“ – putzig, hehe.
Alles in allem ein sehr schönes Konzert aber auch gut, daß jetzt ein Tag Pause war zum ausruhen.
Tag nach Hamburg:
Von Hamburg aus kamen Christoph und ich zuerst in Aachen an, saumäßig müde (..die Fahrt war interessant, länger als ca. 1,5 Stunde hielt keiner von uns durch am Stück, also Schichtdienst – pennen – fahren – pennen – fahren – Raststätte schlaftrunken aufsuchen und mit Kaffee oder ähnlichem “betanken“ und so weiter..) und waren froh, ein paar Stunden schlafen zu können. Es war der 05.06.07 und am nächsten Tag sollte Tori ein Lied spielen, mit dem keine(r) gerechnet hatte…
Setlist
Act I (Santa)
• Body & Soul
• My Posse Can Do
• Programmable Soda
• Secret Spell
• Dragon
• You Can Bring Your Dog
costume change (Professional Widow Remix)
Act II (Tori)
• Big Wheel
• Crucify
• Amber Waves
• Cornflake Girl
• Doughnut Song
• Space Dog
Solo
• Mr. Zebra
• Seaside
• Mother
Band Returns
• Playboy Mommy
• Siren
• Code Red
First Encore
• Precious Things
• General Joy
Second Encore
• Hoochie Woman
• Hey Jupiter
Angelika Kirchschlager – Domplatz Arlesheim
Es war Sonntag, der 01.07.2007 und noch immer wirkten die Impressionen, die Gefühle, die Erlebnisse von Frankfurt und überhaupt alles von meinen 12 Konzerten auf den Spuren von Tori Amos in Europa nach.
Es war der Tag der Angelika Kirchschlager, dieser bewundernswerten Mezzo-Sopranistin auf die ich dank Eva (Amaryllis) vom toriforum.de aufmerksam wurde. Daheim lag eine Karte, 1. Reihe Mitte, für das Konzert dieser äußerst stimmgewaltigen Frau beim Stimmenfestival und ich freute mich schon lange auf dieses Ereignis.
Jetzt sollte man denken, ich hätte schon längst die Strecke nachgeschaut im Internet, hätte gesehen, daß Arlesheim nicht in Deutschland, sondern in der Schweiz liegt und nicht wie seltsamerweise vermutet, Lörrach in der Nähe von Stuttgart liegt – keine Ahnung warum ich das dachte. So lief es also alles auf die Ereignisse hinaus, die mir passieren sollten. Gegen 18:00 Uhr rum stieg ich in mein Auto, machte die Navi an und suchte nach Arlesheim. Komisch, kein Arlesheim in der Deutschlandkarte vorhanden, also Lörrach probieren. Gut, Lörrach findet es..ist nur ein klein wenig weiter entfernt als gedacht und somit schob ich ein klein wenig Panik, rief Christoph an und bat ihn, doch mal bitte zu kucken wo Arlesheim jetzt genau liegt..Schweiz..aha..hätte ich auch gleich wissen können, aber nee..Michel kuckt ja net rechtzeitig in´s Internet, obwohl die Karte schon Ewigkeiten daheim liegt. Nun gut, Christoph meinte ich solle es trotzdem versuchen und einfach mal losfahren, auch wenn ich später ankommen würde, aber bei einer 1. Reihe-Karte wie meiner sollte sich das lohnen. Nun gut, auf nach Arlesheim bzw. erstmal nach Lörrach, dort dann zig Leute nach dem Weg nach Arlesheim fragen, schließlich am Grenzübergang von den sehr netten Zöllnern den Weg aufgeschrieben bekommen, in Arlesheim selbst ein paarmal im Kreis fahren, bis ich endlich diesen Domplatz gefunden hatte und letztendlich 10 Minuten vor Ende des Auftritts von Angelika Kirchschlager mich auf meinen Platz hocken.
Es war alles wert, nur 10 Minuten sah ich von dieser bezaubernden Frau, aber mich packte von der ersten Sekunde an ihre Ausstrahlung, ihre Stimme, ihre Gestik, alles stimmte (..und der tiefe Ausschnitt vom Kleid war auch nicht übel
).
10 Minuten reine Stille im Publikum, kein Mucks, jeder Huster wurde unterdrückt bis der Auftritt zu Ende war. Angelika Kirchschlager bekam vom Dirigenten des Kammerorchester Basel Blumen überreicht und entschwand von der Bühne. Dank des Hinweises des sehr netten Ehepaares neben mir, daß es nach der Pause ohne sie weitergehen würde und das Kammerorchester Basel alleine spielen würde, ging ich schnurrstracks zu einem der Ordner und gab ihm mit ein paar Erklärungen, daß ich viel zu spät angekommen war, daß mir die 10 Minuten aber alles wert waren und ob er denn bitte mein Booklet von ihrer CD mit Händel-Arien an Angelika Kirchschlager weiterleiten könnte zwecks einer Unterschrift.
Er gab es weiter an den Orchesterwart und einige Minuten später tippte mir, während ich grade Christoph am Handy hatte, der Orchesterwart auf die Schulter und führte mich zum hinteren Bühneneingang wo Sie bereits wartete, mit meinem Booklet in der Hand und einem reizenden, weißen Oberteil an. Ich begrüßte sie und und erklärte ihr nochmal meine Odyssee. Sie dankte mir für den Kauf ihrer CD und für die “Strapazen” die ich auf mich genommen hatte um sie zu sehen. Ich fragte sie noch, wo sie denn am nächsten Tag auftreten würde, und als sie sagte in Baden-Baden fiel ich fast um vor Schock. Das war ja wirklich in meiner Nähe, aber sie sagte, es wäre ein Privatkonzert und so hätte ich eh nicht teilnehmen können. Wäre es ein “normales” Konzert im Festspielhaus gewesen..ich glaub die Karte wäre gekauft gewesen. Aber ich war dankbar für das Gespräch, das signierte Booklet und dem Eindruck einer sehr netten, eleganten Frau mit Leidenschaft in der Stimme und einer großen Ausstrahlung.
Freudestrahlend ging´s zurück auf meinen Platz, es fing an zu nieseln, also meinen Coop-Regenüberhang – gesponsert von den Veranstaltern als kleines Willkomensgeschenk, zusammen mit ein paar leckeren “Stimmen 2007″-Kirschbonbons und dem Programm des Abends – über die Beine gelegt und auf den Auftritt des Kammerorchester Basel gewartet. Die Darbietung des Orchesters war beeindruckend und ziemlich klasse. Ich glaub ich kuckte fast die ganze Zeit auf das Zusammenspiel zwischen den einzelnen Instrumenten, den großartigen 1. Cellisten und genoß einfach das Konzert. Glückselig verabschiedete ich mich nach Ende des Konzerts von meinen sehr netten Sitznachbarn und bedankte mich nochmal beim Ordner für die Unterstützung mit der Unterschriftsaktion. Heimwärts nach Waghäusel, in der dunklen Nacht durch die Schweiz und zurück nach Baden-Württemberg, diesem genialen Bundesland (“Wir können alles, nur kein Hochdeutsch !”
).
Die Musik ist ein Geschenk – ob von Gott oder woanders, aber sie ist ein Geschenk und ich bin dankbar dafür.
Start Slide Show with PicLens LiteFrankfurt – Alte Oper
Der Tag war da, der Tag des letzten Konzerts von Tori auf der American Doll Posse Tour 2007 in Deutschland. Christoph und ich fuhren vor der Fahrt nach Frankfurt noch zum Globus bei uns in Waghäusel-Wiesental um nach einer Kleinigkeit für Tori zu suchen, als kleines Dankeschön für die schönen Konzerte bisher und irgendwie auch schon als fast alle zwei Jahre wiederkehrende Zeremonie. In Aachen gibt´s keinen so großen Globus-Markt, deswegen war Christoph wohl schon ein wenig beeindruckt von der schieren Größe unseres Haupt-Einkaufszentrums
. Als wir uns schließlich auf den Weg nach Frankfurt machten, hatte Christoph eine sehr schöne Flasche Rotwein und ich einen Glenmorangie Single Malt Whisky Burgundy Wood Finish erstanden.
Somit auf nach Frankfurt – bei mir mit einer Star Trek Uniform aus Star Trek Teil 8 “First Contact” mit im Gepäck
. Angekommen in Frankfurt traf ich beim Venue gleich Cody – die Pressemanagerin von Tori – und fragte sie, wie sei meine Uniform fände. Sie grinste, anscheinend gefiel sie Ihr
.
Weiter zum Hintereingang der wunderbaren “Alten Oper” in Frankfurt und mal kucken, ob schon jemand da ist. Nix war, Pustekuchen, Christoph und ich waren wirklich noch zu früh um ca. 13:30 Uhr. Wir hatten beide einen ziemlich leeren Magen und liefen erstmal rein in die Innenstadt von Frankfurt um beim Chinesen den wir schon 2005 besucht hatten unsere Mägen zu füllen. Es gab leckeren Ententopf mit Brocoli und ein wenig Zeit, ein paar persönliche Worte an Tori aufzuschreiben, die wir zusammen mit unseren Geschenken übergeben wollten. Auf dem Weg zum Chinesen trafen wir übrigens noch Paddy vom toriforum.de, der zusammen mit seiner besten Freundin in der Fußgängerzone Gitarre spielte um sich ein wenig Geld zu erspielen. Der Tag respektive die Nacht davor, war anscheinend zu teuer..vor allem die Getränke..jaja..so isch des
.
So gingen also Christoph und ich zurück zum Venue und trafen dort auch schon eine größere Anzahl an Toriphiles an. Mir kam es vor, als wäre das halbe toriforum.de anwesend und natürlich die To(u)ristengruppe bestehend aus Maria, John, Christine, Melanie, Richard und Sabrina und später noch Eric. Nach einigem Händeschütteln und vielen Umarmungen mit so lieben Menschen wie Maurice, Luka (die ich e w i g schon nicht mehr gesehen hatte), Norman, Harvey, Holli, Mae und ihrem Mann und noch vielen anderen kam irgendwann auch Smitty vorbei um uns leider mitzuteilen, daß es aufgrund der hohen Anzahl von Interviews die Tori geben muß, leider kein Meet´n´Greet vor der Show geben würde. Geil war hier der Gesichtsausdruck von Smitty, als er mich zuerst erkannte und dann sah, daß ich meine “Captain Picard” – Star Trek – Uniform an hatte
. Er war zuerst ein wenig sprachlos und machte dann grinsend den vulkanischen Gruß mit seiner linken Hand – “Live Long And Prosper” – wußte gar nicht, daß Smitty auch ein kleiner Trekkie ist
.
Aufgrund des fehlenden Meet´n´Greet vor der Show, bot Smitty an die Geschenke für Tori zu sich zu nehmen und Tori schon mal zu überreichen. Als er meinen Glenmorangie sah, wollte er ihn fast für sich haben, nene..der war für Tori
. Smitty hatte wohl einiges zu tragen und an Tori weiterzugeben, als er wieder in die Alte Oper ging
. Da noch einiges an Zeit war bis zum Konzert, machte wir uns mit der To(u)ristengruppe auf den Weg in die Innenstadt zum VAPIANO um dort was für´s leibliche Wohl zu tun. Leider war der Laden sehr voll und selbst die Desserts dauerten viel zu lange – nur eine Person war an dem Tag zuständig dafür und brauchte dementsprechend s e h r lange zur Erstellung von zig Tiramisu, Panna Cotta, Death by Chocolate und ähnlichem. Also bestellte ich mir “nur” ein Grüntee-Getränk mit Honig drin, lecker, aber eben kein Dessert.
Als wir dann alle draußen auf den Bänken vor dem VAPIANO saßen und teilweise sehr lange auf das Essen warteten, war ich auch nicht wirklich zum reden aufgelegt, lag vielleicht an dem Tag und dem Bewußtsein, daß dies mein letztes Konzert von Tori in Deutschland 2007 und auf der Europa-Tour sein würde. Maria hatte dafür volles Verständnis und nach einer Weile verabschiedete ich mich von der Truppe und ging alleine ein wenig durch Frankfurt. Ich landete im Hugendubel, schaute mir die Esoterik-Abteilung und Bücher über Kelten an, wanderte fast schon ziellos durch den Laden um schließlich den Weg zurück zur Alten Oper zu nehmen.
Auf dem Weg dorthin machte ich noch kurz Station bei Haagen Däsz um mir ein wenig Seelenbalsam, also zwei schöne Kugeln Eis (Raspberry und Mango & Passionfruit) zu genehmigen. Dort traf ich auch Eric, Sabrina und Richard wieder, die mir erzählten, sie hätten Christoph und Mina – die erfreulicherweise auch zum Konzert wollte – beim Starbucks getroffen, wo ich sie nicht fand, dafür später beim Venue. Kurz vor der Alten Oper sprach mich Harvey und ihre Freundin an, die mich rumlaufen sahen. Ich hockte mich zu den beiden und die Zeit verging wie im Fluge, viele vom toriforum.de waren zu sehen und nach einigen angeregten Gesprächen ging´s rein in´s Venue. Mein Platz war diesmal direkt am Gang, links von Tori, gut zum vorsprinten, aber weniger gut für die Sicht auf Tori, wie sich später herausstellen sollte. Als ich auf den Auftritt von Joshua Radin wartete, sah mich Eric und wir unterhielten uns ein wenig, ist immer gut, wenn Eric auf einer Tour dabei ist – die alten Tourkumpanen und so – wie aus alten Sagenliedern.. Paddy und Lena (Miss Pancake) aus dem toriforum.de saßen genau vor mir und links von mir Bianca (choirgirl – auch aus dem toriforum.de), in der Nähe waren auch Maurice, Sarah, DocSnyder war kurz zu sehen und hinter mir saßen Mariposa und ihr Freund. Alles in allem kam es mir wie schon gesagt vor, als wäre das halbe toriforum.de in Frankfurt anwesend – schönes Gefühl.
Das Konzert
Der Auftritt von Joshua Radin war erneut schön, nicht rockig, aber schön. Danach ließ ich mir noch seine CD am Merchandise-Stand signieren und traf auch wieder auf Christoph, zusammen mit Mina, der persischen Königin der Kochkunst von der Fahrt nach Paris. Sie bat mir an, ihre 1. Reihe-Karte mit mir zu tauschen, wenn meine nicht so gut wäre, aber von der Sicht her war meine 2. Reihe-Karte sogar noch ein wenig besser, dennoch war es sehr nett von Mina dies anzubieten. Ich hatte übrigens vorher Smitty gesehen und ihn (frech wie ich bin) nach einem Upgrade gefragt, aber nicht wirklich ernst gemeint
. Auf meine Frage, wie gut meine Karte wäre, meinte ich nur “Goood” und grinste. Als er meine 2. Reihe-Karte sah, machte er nur eine fast schon neckische Handbewegung und meinte “Aah..go away..” – mit einem sehr ironischen Unterton, hehe. Probieren kann man´s ja mal
. Somit waren es nur noch Minuten bis zum Konzert von Tori..zurück auf den Platz..warten..und..los ging´s..
Frankfurt war beeindruckend und lustig zugleich, vor mir saßen ja Paddy und Lena, die beiden waren so hibbelig, daß sie sehr oft miteinander reden mußten, auch während der Songs. Zum Glück hatte ich meinen geschätzten Hörschutz drin und so konnte ich mich dank der grandiosen “Filter”-Funktion mehr auf Tori als auf die Gespräche der beiden konzentrieren. Lustig waren die beiden irgendwie schon, wie zwei aufgedrehte Teenager die immer wieder neue Geschenke – in Form der Songs von Tori – bekamen und sich darüber freuten wie nochwas
. “Tubular Bells” war saugeil, hätte Tori es länger gespielt, ich wär wahrscheinlich abgehoben vor lauter Headbangen – supergenial. Bianca neben mir bekam ihr lange ersehntes und bei zig Meet´n´Greets gewünschtes “The Wrong Band” – inklusive einem “Scheiße” von Tori, als sie einen kleinen Patzer hatte, sehr süß.
“Silent All These Years” wieder zu hören, es war atemberaubend still im Saal, wunderschön. Jedes einzelne Wort wurde eingesogen, inhaliert und in Freude und Glückseligkeit verarbeitet. “Marianne” wurde warm aufgenommen, aber “Take Me With You” wie auf der Setlist vermerkt wäre bestimmt noch schöner gewesen
.
Kurz vor Ende von “Code Red” sah ich rechts neben mir auf dem Boden schon 2-3 Mädels (die rothaarige hatte ich bereits in Berlin gesehen) an der Seite in der Hocke heranschleichen, ich hockte mich instinktiv dazu und schon ging es noch vor Ende des Songs vor zur Bühne. Die Leute in der 1. Reihe warteten anscheinend auch nicht und so war ganz unüblich und auch ein wenig unangenehm im Gefühl der “Stage Rush” schon vor Ende von “Code Red” passiert. Tori´s Bodyguard Smitty war davon sichtlich unerfreut, konnte aber auch nicht mehr wirklich was dagegen machen. Irgendwie war das ganze schon ein wenig krass, aber ich persönlich sah mich vor die Wahl gestellt hinten oder direkt an der Bühne zu stehen und da gab es für mich nicht wirklich eine Alternative – also “mitrobben”. Als Tori wieder auf die Bühne kam zu “Precious Things”, ging der Saal ab wie´s Zäpfle, im Klartext – Frankfurt ROCKTE !!. Es fühlte sich gut an, wieder auf der Bühne mit den Händen zu trommeln, zu headbangen und diesmal alles in meiner Starfleet-Uniform – siehe dazu auch den sehr amüsanten Artikel in der FAZ
. “Bouncing Off Clouds” ging nicht weniger ab und man merkte, wie der Saal jeden Ton, jeden Rhythmus von Tori und ihrer Band aufsog, verarbeitete und zigfach verstärkt wieder an sie weitergab. “Receive and Transmit” sag ich da nur, wie bei “Signal Of Noise” von Peter Gabriel.
Nach “Tombigbee” schaute ich rechts rüber zu Melanie und Christine neben mir und machte ein Signal, daß ich zu Hey Jupiter den Saal verlassen würde wegen dem Meet´n´Greet nach der Show. Ich wußte nicht, ob schon einige am Hintereingang warten würden und wollte sicher gehen, also raus zu “Hey Jupiter” durch die Menge und ab zum Hintereingang. Wer war als erster und einzigster anwesend, Michel. Naja, Deutschland ist halt doch nicht die U.S.A. was das angeht, dort wären ziemlich sicher schon einige Leute gestanden um auf Tori zu warten. Nun gut, nach und nach kamen die Leute aus der Alten Oper raus und am Ende waren es wohl gut 100 Leute rum – sehr viel – aber fast schon normal für Frankfurt. Die Ironie war übrigens, daß obwohl ich als erster draußen war, relativ spät mit Tori sprach, weil ich mittig stand und nicht rechts wie der Rest der ganzen To(u)ristengruppe mit Richard, Sabrina, Eric, Christoph… Es durften leider keine Fotos gemacht werden, weder mit noch von Tori und manche der Security-Typen an der Alten Oper kuckten einen an, als wäre man ein Schwerstverbrecher..meine Güte..ein paar von denen sollten mal Yoga machen oder ein gutes Guinness trinken zur Beruhigung.
Schließlich war Tori bei mir und ich dankte ihr für die ganzen Konzerte, für die schöne Zeit und umarmte sie herzlich. Sie sagte, sie würden mich und mein “Headbanging” vermissen und machte es ein wenig nach, hehe, sah sehr süß aus. Als ich sie um eine Unterschrift – anstatt des Fotos – auf meiner Starfleet-Uniform bat und auf den Kommunikator drückte, kicherte sie bei dem typischen Geräusch und mir ging das Herz noch viel mehr auf als eh schon
. Tori unterschrieb meine Uniform mit einer sehr herzlichen Widmung und ich bedankte mich nochmal bei ihr für alles.
Das Meet´n´Greet ging übrigens insgesamt gut 55 Minuten und Tori nahm sich so ziemlich für jede(n) Zeit – der absolute Wahnsinn und eine große Geste an die deutschen Fans.
Ich stand noch bis zum Ende des M&G mit Eric, Christoph, Mina und überhaupt sehr vielen der To(u)risten rum und winkte Tori zum (vorläufigen) Abschied nach. Die Nacht war noch jung und so ging´s auf in die Innenstadt um ein bißchen was zu trinken. Eine Cafébar hatte noch offen, zwar komischerweise keinen Kaffee mehr, dafür aber Cocktails und anderes. Ich trank einen Coconut Kiss und wurde dafür von John und Paddy angesprochen, wie schwul der Cocktail doch wäre. Ähäm, ich MAG Kokosnuss und mir war nicht bewußt, daß ein solcher Cocktail schwul wirken würde, egal, geschmeckt hat er sehr gut
. Die Runde war sehr angenehm und an dem kleinen Video kann man es auch ein wenig sehen, doch irgendwann geht auch die beste Feier zuende und so brachen wir auf um die Heimreise anzutreten. Nach einigen herzlichen Umarmungen und vielem Hände schütteln, sowie meiner Absichtserklärung Maria und John gegenüber, daß ich versuchen werde bei der USA-Tour von Tori – wohl im Oktober – dabei zu sein, saß ich schließlich irgendwann im Auto, fuhr heim, hörte Seth Lakeman und anderes und kam erfüllt mit einem fetten Grinsen daheim an. What a ride ! USA I come – trotz Mr. Bush
.
Setlist
Act I – Isabel
• Yo George
• Sweet Dreams
• Devils and Gods
• Tubular Bells (Theme From The Exorcist)
• Almost Rosey
• In The Springtime Of His Voodoo
Interlude
• Professional Widow
Act II – Tori
• Big Wheel
• Spring Haze
• Parasol
• Cornflake Girl
• Bells For Her
• Glory Of The 80s
Solo
• Silent All These Years
• The Wrong Band
• Marianne
Band Returns
• Putting The Damage On
• God
• Code Red
First Encore
• Precious Things
• Bouncing Of Clouds
Second Encore
• Tombigbee
• Hey Jupiter
Zürich – Kongresshaus
Zürich – Zürich war wunderbar – aber fangen wir von vorne an und starten bei mir in Waghäusel. Morgens gegen 10:00 Uhr rum kam Christoph aus Aachen zu mir um sein Auto bei mir abzustellen und dann in meiner vielgereisten A-Klasse mit mir nach Zürich zu reisen. Bevor es in die Schweiz ging, wurden noch ein paar Vorbereitungen daheim getroffen und wohl gegen 11:00 Uhr wurde sich in´s Auto gesetzt, die Musik angemacht vom iPod und auf ging´s in die Schweiz. Die Fahrt selbst war wie immer untermalt von guter Musik, unter anderem einmal in voller Lautstärke das unsterbliche “Freedom” von R.A.T.M. und nach dem Grenzübergang bestimmt vom Blick auf die Tachonadel – ja net zu schnell fahren und so. Ich glaub in der Schweiz wurde der Tempomat erfunden, wir witzelten schon über eine Sonderedition von Porsche für die Schweiz mit eingebautem Tempomat
. Als wir schließlich gegen 14:00 Uhr rum in Zürich ankamen und uns durch das Gewirr von Einbahnstraßen zum Parkhaus in der Nähe des Venues gekämpft hatten, trafen wir auch bald Maria und John und danach Christine und Melanie und Fabian und später auch Bianca. Beim herumlaufen um das “Kongresshaus” lief auch Jon Evans, der Bassist von Tori an uns vorbei – war ja alles relativ überschaubar dort
. Nach einer Weile warten sahen wir Smitty, der uns sagte wo genau das Meet´n´Greet stattfinden würde und machten uns auf den Weg zum Hintereingang des Venues. Jetzt hieß es warten, reden, nochmal von Smitty die genaue Tür gezeigt bekommen aus der Tori dann später kommen würde und einen älteren Mann anfeuern, daß er sein Schlachtschiff von Mercedes in eine Einfahrt bekam ohne Schrammen am dort seitlich parkenden DHL-Auto zu hinterlassen. Davor hatte sich der ältere “Gentleman” übrigens schön säuberlich das Kennzeichen des Autos notiert – wahrscheinlich um zu petzen, weil das Auto ja sooo böse in der Nähe seiner Einfahrt parkte..jaja..böses DHL-Auto..tsts..
Gut, gegen ca. 16:00 Uhr kam dann eine sehr gut aufgelegte Tori aus der Tür und das Meet´n´Greet begann. Ein paar Fans – ich glaub aus Italien ? – hatten eine wunderschöne Zither dabei, auf der einer aus der Gruppe Tori kurz vorspielte und Tori um ein Autogramm auf der Zither bat. Man sah richtig, wie Tori aufpaßte, daß dem Instrument ja nix passiert – ich hab den größten Teil davon auf Video, wenn man ein wenig lauter dreht, hört man noch die kurze Melodie
. Tori nahm sich richtig viel Zeit und war einfach super gut drauf !
Tori unterschrieb mit ihren eigenen, unverwechselbaren und wunderbaren Worten mein Tourbuch – war persönlich, also kein Scan davon, sorry. Das Meet´n´Greet war wieder viel zu schnell vorbei – die Zeit eilte wie im Fluge und die kleine Tori-Reisegruppe mit Maria, John, Christine, Melanie, Fabian, Christoph und mir machte sich auf zum Essen fassen
. Oh, fast hätte ich´s vergessen, hehe, beim warten auf Tori hat Melanie noch ein “wenig” ihre Auto-Lautsprecher mit Tori aufgedreht und die Tür offen gelassen – so hatten wir für eine Weile eine lautstarke musikalische Untermalung der Wartezeit – viel besser als Fahrstuhlmusik oder ähnliches
. Auf jeden Fall liefen wir irgendwann zum “Zeughaus” hin und füllten unseren Magen mit köstlichem Essen (..auch wenn die Bedienung ein wenig schlecht drauf war, weil wir bösen Touris unsere Rechnung aufsplitten wollten..;-)). Danach liefen Christoph und ich zurück zum Venue, wir wollten Smitty nach einem Upgrade fragen – meine Karte für die 12. Reihe war net wirklich berauschend – und sahen grade die Vorbereitungen für ein weiteres Meet´n´Greet mit Tori – diesmal anscheinend mit Radio-Gewinnern. Die ca. 15 sehr glücklich aussehenden Menschen wurden auf den Balkon des Gebäudes gelotst, was klasse war, weil man so richtig schön von “unten” beim M&G zuschauen konnte. Die Leute im Café beim Venue waren auch sichtlich abgelenkt und viele schauten neugierig dem Treiben auf dem Balkon zu. Nach Ende dieses kleinen Intermezzo kamen zuerst die sehr glücklichen Radio-Gewinner wieder aus dem Venue und später Smitty mit zwei schönen Upgrade-Karten für uns beide
. Der Mann ist einfach cool drauf
. Tja, und schon war es wieder soweit, ein weiteres Konzert auf dieser bezaubernden Tori-Tour stand kurz bevor.
Das Konzert
Das “Kongresshaus” in Zürich – Tori redete während des Konzerts davon, daß sie hier schon öfters gespielt hat und einige schöne Erinnerungen an diesen Ort hat – erinnerte mich ein wenig an unser Gemeindehaus daheim, nur mit größerer Bühne – irgendwie heimelig
. Durch die diesmal extrem guten Plätze in der 1. Reihe war das Konzert mit vielen Blickkontakten von Tori und einer großen Intensität geprägt. Allein, daß “Little Earthquakes” sich wieder zeigte war absolut großartig. Die kleine Improvisation über Tash und Schokolade in der Schweiz war sehr charmant und “Etienne” eine vollkommen unerwartete, aber mit umso größerer Freude gesehene Erscheinung. Beim Zugabenteil brachte die Kombination von “Precious Things” und “Tear In Your Hand” Erinnerungen an Stuttgart zurück für mich. Meine Hände waren nachher schön dunkel vom trommeln auf der Bühne – hier kann man einen kurzen Blick auf mein headbangen bei “Precious Things” sehen – wie immer Momente des Glücks für mich. Das ich von diesem bezaubernden Abend von einer gewissen, lieben, blonden Frau noch die Setlist von Tori bekam, war das i-Tüpfelchen auf einen sehr schönen Tag in Zürich.
Nach dem Konzert verabschiedeten Christoph und ich uns noch von unserer grandiosen To(u)risten-Truppe und bedankten uns beim Tourbus nochmal bei Smitty für die Upgrade-Tickets. Auf zur Heimfahrt nach Waghäusel und Frankfurt stand schon vor der Tür – das letzte Konzert von Tori in Deutschland auf der American Doll Posse World Tour 2007 und ein ganz besonderes – aber dazu mehr im Bericht zu Frankfurt
.
Setlist
Act I – Clyde
* Bouncing Off Clouds
* Little Earthquakes
* Juarez
* Rattlesnakes
* Beauty of Speed
Interlude
* Professional Widow
Act II – Tori
* Big Wheel
* Caught A Lite Sneeze
* Amber Waves
* Cornflake Girl
* Doughnut Song
* Glory of the 80s
Solo
* Tash staying up late improv
* Mother
* Beulah Land
* Etienne
Band Returns
* 1000 Oceans
* Spark
* Code Red
First Encore
* Precious Things
* Tear In Your Hand
Second Encore
* God
* Hey Jupiter



